Was ist eine „einvernehmliche Scheidung“?

von Tobias Zink

Das Bürgerliche Gesetzbuch kennt den Begriff der „einvernehmlichen Scheidung“ nicht, trotzdem wird er im Alltagsgebrauch rege benutzt. Nach unserer Erfahrung ist damit eine Ehescheidung gemeint, bei der beide Ehegatten geschieden werden wollen und es möglichst keinen Streit geben soll.

Keinen Streit gibt es dort, wo entweder noch nie Konfliktpunkte aufgetreten sind oder wo diese während der Trennung oder gar zu Beginn der Ehe besprochen und vertraglich geregelt wurden oder werden sollen. Dann wollen die Eheleute nur noch Scheidung und benötigen noch einen Anwalt für „die Förmlichkeiten“. Ohne einen Anwalt geht es nicht, allerdings genügt es, wenn nur der Antragsteller einen Anwalt engagiert. Der andere Ehegatte, der sogenannte Antragsgegner, benötigt keinen Anwalt, wenn er der Scheidung zustimmen will.

Zusammen mit der Ehescheidung wird der Versorgungsausgleich (Rentenansprüche) zwingend angesprochen, es sei denn, die Ehe ist noch nicht drei Jahre alt. Das Gericht holt im Normalfall Auskünfte bei den Versorgungsträgern ein und macht einen Vorschlag für den Ausgleich. Man kann den Vorschlag akzeptieren oder mit Ehevertrag oder anwaltlicher Hilfe verändern. Gibt es über den Versorgungsausgleich keinen Streit, so sprechen viele Scheidungspaare weiterhin von einer einvernehmlichen Scheidung ...

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