Croupier in Berlin hat Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz – in Bad Homburg dagegen nicht

Das höchste deutsche Arbeitsgericht hatte sich einmal mehr mit der Klage eines Croupiers zu beschäftigen. Diese Arbeitnehmergruppe hatte schon in der Vergangenheit sehr zum arbeitsrechtlichen Erkenntnisfortschrift beigetragen. Erinnert sei nur an die grundlegende Entscheidung des Großen Senats zum Arbeitskampfrecht (Spielbank Bad Neuenahr) aus dem Jahre 1971 (AP GG Art. 9 Arbeitskampf Nr. 43) und an eine Entscheidung des 2. Senats zur Kündigung wegen Manipulationen eines Croupiers aus dem Jahre 2002 (NZA 2003, 795). Auch die jetzt vom 9. Senat entschiedene Rechtsfrage hatte das BAG bereits vor sieben Jahren einmal beschäftigt. Es geht um die Frage, ob Croupiers einen Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz haben. Damals hatte der 9. Senat (NZA 2009, 775) dem klagenden Croupier, der seinen Dienst in Berlin verrichtete, recht gegeben. Anders entscheidet der 9. Senat (Urteil vom 10. Mai 2016 - 9 AZR 347/15, PM 22/16) nun im Falle eines Croupiers, der bei der Spielbank Bad Homburg, also in Hessen, tätig ist. Dort hatte der 52jährige „spieltechnische Angestellte“ im Durchschnitt wöchentlich zwei Dienste (jeweils sechs bis zehn Stunden) in einem abgetrennten Raucherraum zu erbringen ...

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