Kinderzimmer – ein geschützter Raum oder doch eher Abhörzentrum?

von Daniela Windelband

Die „Hello-Barbie“ war ein Aufreger unter Datenschützern. Die vernetzte Puppe speichert Gespräche mit ihr auf einem Cloud-Server und generiert dort möglichst individuelle Antworten. Durch die Speicherung der Gespräche soll die Spracherkennung mit der Zeit immer ausgereifter werden. Die Hoheit über die Daten sollen wiederum die Eltern haben. Sie müssen einen passwortgeschützten Account anlegen und können die gespeicherten Informationen jederzeit anhören, aber auch jederzeit löschen. Selbst einen BigBrotherAward bekam die Puppe im vergangenen Jahr. Doch richtig laut wurde der Protest dann doch nicht, da die Puppe bisher nicht in Deutschland zu kaufen ist. Doch es gibt inzwischen vergleichbare Puppen, die sehr wohl in Deutschland vertrieben werden und das eine oder andere Kinderzimmer in Deutschland in ein Abhörzentrum verwandeln. Denn eines sollte den Eltern klar sein, mit den anfallenden Daten werden Geschäfte gemacht.

Die Puppe „My friend Cayla“ nimmt ähnlich wie die „Hello Barbie” alle Gespräche in ihrer Umgebung auf und überträgt die Daten dann an die Server der Drittfirma ToyQuest Limited mit Sitz in Hong Kong, China. Dort werden die Daten verarbeitet und – wenn „Cayla“ angesprochen wurde – eine „passende“ Antwort entworfen. Hierbei interagiert „Cayla“, die über Bluetooth mit einer zugehörigen App verbunden ist, über eine Stimme-zu-Text und Text-zu-Stimme-Technologie sogar mit der Google Suchmaschine, Wikipedia und Weather Underground ...

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