Unfall im Urlaub – Haftet der Reiseveranstalter?

von Michael Schulte

Ein Ehepaar hielt sich im Rahmen einer Pauschalreise in der Türkei auf. An einem Abend wollte beide an einer Animationsveranstaltung im Hotel teilnehmen.

Sie setzten sich hierzu auf Plastikstühle, die vor der Bühne aufgebaut worden waren. Die Ehefrau stürzte dabei samt Stuhl zu Boden, weil eines der Stuhlbeine in das Gitter des Abflussschachts gerutscht und dort stecken geblieben war. Sie verletzte sich an der Schulter und wurde unverzüglich in ein Krankenhaus gebracht. Eine Untersuchung ergab lediglich, dass keine Knochen gebrochen waren. Nachdem das Ehepaar planmäßig wieder nach Hause zurückgekehrt war, wurde bei einer weiteren ärztlichen Konsultation festgestellt, dass in der Schulter zwei Sehnen gerissen waren.

Erst zweieinhalb Monate nach der Rückkehr machte die Urlauberin Mängelansprüche gegen den Reiseveranstalter geltend.

Das Amtsgericht Hannover bejahte eine Zahlungspflicht des Reiseveranstalters – allerdings nicht aufgrund von Mängelansprüchen gem. § 651f Abs. 2 BGB ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK