Bandscheibenvorfall eines Golfers

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat mit Hinweisbeschluss vom 29. April 2015 (20 U 77/15) festgestellt, dass ein nicht geplanter Ausfallschritt nach einem Golfschlag nicht als überwiegende Ursache für einen Bandscheibenvorfall zu werten ist, mit der Folge, dass eine privater Unfallversicherer nicht leisten muss.

Ein Mann und späterer Kläger hatte sich beim Golfspielen einen Bandscheibenvorfall zugezogen. Gegenüber seinem privaten Unfallversicherer trug er vor, dass er wegen eines falsch ausgeführten Schwungs einen unbeabsichtigten Ausfallschritt machen musste, der zum Bandscheibenvorfall geführt habe.

Der Unfallversicherer stellte sich auf den Standpunkt, dass der Kläger die Verletzung im Rahmen einer von seinem Willen getragenen unversicherten Eigenbewegung erlitten habe, da die Fliehkraft des Golfschlägers im Hinblick auf den geplanten Abschlag des Klägers ein beabsichtigter, von ihm bewusst in Kauf genommener Faktor sei.

Die OLG-Richter teilten diese Auffassung ...

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