Dauerhafter Haarverlust nach Friseurbesuch - Opferentschädigung?

Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 21.04.2016 - L 4 VG 4/15 B Dauerhafter Haarverlust nach Friseurbesuch - Opferentschädigung? Das LandesSozialgericht Rheinland-Pfalz hatte über die Klage einer Frau zu entscheiden, die Opferentschädigung wegen eines dauerhaften Haarverlusts durch eine Friseurbehandlung verlangte. Die Frau wollte sich die Haare bondieren lassen, hat aber nicht das Färbemittel vertragen. Der Sachverhalt

Die Klägerin wollte sich die Haare blondieren lassen. Dabei wurde ihr durch den Mitarbeiter einer Friseurkette ein Haarfärbemittel aufgebracht, das bei der Klägerin bereits anfänglich zu einem Kribbeln und Jucken sowie zu Spannungen auf der Kopfhaut führte. Der Mitarbeiter ließ das Mittel weiterhin einwirken.

Friseur erkannte Unverträglichkeit nicht

Dies führte bei der Klägerin auf der Kopfhaut zu bis zum Schädelknochen abgestorbenen Arealen. Diese und eine spätere Infektion im Krankenhaus führten dazu, dass etwa in der Größe einer Mönchstonsur dauerhaft keine Haare mehr wachsen. Die Klägerin beantragte beim zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung eine Beschädigtenversorgung nach dem Opferentschädigungsgesetz. Diese wurde abgelehnt, weil kein vorsätzlicher rechtswidriger Angriff vorliege ...

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