Kanzleiverkauf: Bewertung des Mandantenstamms

Kanzleiverkauf: Bewertung des Mandantenstamms

11. Mai 2016 · Beitrag von Jan Pieper in den Kategorien: Wissen

Es spielt keine Rolle, ob ein Rechtsanwalt und Kanzleiinhaber in den Ruhestand wechseln, noch einmal etwas ganz anderes anfangen oder schlicht auswandern möchte… Wenn der Verkauf der Kanzlei ansteht, sollte die Übergabe mit unbedingt von langer Hand angegangen werden. Nur mit einem strukturierten Prozess und ohne Hast lässt sich der bestmögliche Preis erzielen. Der Mandantenstamm ist hierbei eine oft unterschätzte Stellschraube, die sich mit nur wenig Aufwand in die richtige Richtung drehen lässt. Gleichzeitig hilft unser Beitrag auch potenziellen Käufern, den Wert richtig einzuschätzen.

Mandantenstamm: weiche Faktoren bei der Preisbildung

Ob ein Verkaufsprozess in Eigenregie erfolgt oder für diese (meist einmalige) Aufgabe ein externer Dienstleister herangezogen wird, bleibt dem eigenen Geschmack des Anwalts überlassen. Auch die Vielzahl von preisbildenden Faktoren – darunter beispielsweise Umsatz, Rendite und das Klumpenrisiko durch Großmandante – brauchen wir hier nicht zu vertiefen, dafür gibt es bereits ausreichend Ratgeber und Checklisten. Viel spannender (und von uns auch fundiert zu beantworten) ist die Frage, welche Faktoren speziell bei den Mandanten auf den Verkaufspreis einwirken und wie sich diese Faktoren positiv im Sinne des Verkäufers beeinflussen lasse.

Die Größe des Mandantenstamms und dessen soziokulturelle Zusammensetzung bieten auf kurze bis mittlere Sicht meist wenig Ansätze für Optimierung: Das Wachstum bei den Mandanten ist im Regelfall ein organischer Prozess, die Dicke der Geldbeutel hängt oft mit der Region, der Lage und den Fachgebieten zusammen. Dagegen wird oft übersehen, dass es bei den Mandanten „weiche Faktoren“ gibt: die Bereitschaft, gestellte Rechnungen zeitnah zu bezahlen ...

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