Berufungskammer des LG Frankfurt am Main weist Berufung der DEVK gegen das zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten aussprechende Urteil des AG Frankfurt am Main zurück und bestätigt damit die Zahlungsverpflichtung durch die DEVK mit Urteil vom 31.10.2014 – 2-01 S 202/12 -.

von Willi Wacker

Hallo sehr geehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

heute stellen wir Euch hier noch ein Berufungsurteil des Landgerichts Frankfurt am Main zu den Sachverständigenkosten aus abgetretenem Recht gegen die DEVK-Versicherung vor. Obwohl die DEVK-Versicherung zu einhundert Prozent haftet, hat sie sich offenbar mit allen Mitteln gegen eine einhundertprotentige Schadensersatzleistung gewehrt. Offensichtlich wurde seitens der DEVK wieder mit harten Bandagen im Rechtsstreit gekämpft. Letztlich fruchteten die Versuche der beklagten Eisenbahnversicherung nicht. Völlig zu Recht hat die Berufungskammer des Landgerichts Frankfurt am Main die Beufung der beklagten DEVK gegen das Urteil des Atsgerichts Frankfurt zurückgewiesenn. Zu Recht hatte bereits das Erstgericht mit seinem von der DEVK angefochtenen Urteil die berechneten Sachverständigenkosten als ergorderlichen Herstellungsaufwand im Sinne des § 249 BGB angesehen. Davon ist auch die Berufungskammer zutreffender Weise nicht abgerückt. Dass die berechneten Sachverständigenkosten an den Sachverständigen abgetreten waen, ändert nichts am geltend gemachten Schadensersatzanspruch auf Erstattung der vollen Sachverständigenkosten. Hinsichtlich der Höhe der geltend gemachten und berechneten Sachverständigenkosten hat das Berufungsgericht zutreffend auf das BGH-Urteil vom 11.2.2014 – VI ZR 225/13 – hingewiesen. Eine Marktforschung nach dem preisgünstigsten Sachverständigen muss der Geschädigte nicht anstellen (vgl. auch BGH Urt. v. 23.1.2007 – VI ZR 67/06 -). Auch muss der Geschädigte nicht zu Gunsten des Schädigers sparen. Eine derartige Schadensgeringhaltungspflicht gibt es nämlich nicht! Er darf einen qualifizierten, regional ansässigen Kfz-Sachverständigen seiner Wahl beauftragen, ein Gutachten über den Umfang und die Höhe des Fahrzeugschadens zu erstellen. Die dafür berechneten Kosten sind grundsätzlich erforderlicher Wiederherstellungsaufwand ...

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