„Matrix-Strukturen“ im Arbeitsrecht

von Alexander Bissels

Matrix-Strukturen: zu arbeitsrechtlichen Problemen und der Geschäftsführerhaftung im multinationalen Konzern mit multinationalen Arbeitnehmern.

Es ist die Zeit der fortschreitenden Verflechtung der Weltwirtschaft und der Internationalisierung der Märkte. In vielen multinationalen Unternehmen ist die Zusammenarbeit der Arbeitnehmer mit ausländischen Konzerngesellschaften üblich geworden.

Das Betätigungsfeld erstreckt sich häufig auf konzernweite oder europäische Aufgaben. Dabei verlaufen die Berichtswege nicht zu der inländischen Vertragsgesellschaft, sondern ausschließlich zu der ausländischen Muttergesellschaft oder der europäischen Zentrale im Ausland. Umgekehrt ist der Arbeitnehmer den Weisungen seiner Vorgesetzten in der ausländischen Gesellschaft unterstellt. In vielen Fällen erbringt er die Arbeitsleistung nicht ortsgebunden, sondern – entsprechend seiner europäischen Funktionen – für die ausländische Gesellschaft in verschiedenen Standorten des Konzerns („moderne Vagabunden“).

Der globalisierte Arbeitnehmer

Dieser Befund entspricht den modernen Matrixstrukturen von multinationalen Konzernen, in denen die Weisungs- und Berichtswege der Arbeitnehmer nicht innerhalb der Anstellungsgesellschaft im Inland, sondern mehrdimensional verlaufen. Die Mitarbeiter sind europäischen Vorgesetzten, zumeist im Ausland, zugeordnet ...

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