AG Köln urteilt zur fiktiven Schadensabrechnung bei den Verbringungskosten, bei den Lackmaterialkosten und zu den restlichen Sachverständigenkosten zu Lasten der VHV-Versicherung mit Urteil vom 21.1.2016 – 274 C 200/15 -.

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

von Frankfurt am Main geht es weiter nach Köln. Nachstehend veröffentlichen wir hier für Euch ein Urteil des Amtsgerichts Köln zur fiktiven Schadensabrechnung mit den Positionen Verbringungskosten und Lackmaterial sowie zu den restlichen Sachverständigenkosten gegen die VHV Versicherung. Wie auch andere Versicherer ist auch in diesem Fall die VHV der – irrigen – Meinung, dass bei fiktiver Schadensabrechnung keine Verbringungskosten zu erstatten seien, da diese nicht angefallen seien. Die fiktiven Reparaturkosten hat sie allerdings ersetzt, obwohl auch hier keine Reparaturkosten angefallen sind. Insoweit setzt sich die VHV selbst in Widerspruch. Das Schadensersatzrecht ist eben kein Kostenersatzausgleichsrecht, sondern der Geschädigte hat grundsätzlich Anspruch darauf, dass der zur Wiederherstellung erforderliche Geldbetrag zur Verfügung gestellt wird. Dazu gehört dann auch der Geldbetrag, der entsteht, wenn das Fahrzeug von der Werkstatt zur Lackierfirma gebracht wird, wenn – wie üblich – die Fachwerkstatt nicht über eine eigene Lackiererei verfügt. Aber von der Versicherungsseite ist es ja so einfach, diese Schadensposition einfach zu ignorieren, obwohl bereits unzählige Urteile diesbezüglich ergangen sind. Wegen dieser Frage war auch bereits ein Rechtsstreit beim BGH anhängig, der dann allerdings kurzfristig durch die Versicherung durch Rücknahme der Revision beendet wurde. Lest aber selbst das Urteil und gebt dann Eure Kommentare ab.

Viele Grüße Willi Wacker

274 C 200/15

Amtsgericht Köln

IM NAMEN DES VOLKES

Urteil

In dem Rechtsstreit

des Herrn … ,

Klägers,

gegen

die VHV Allgemeine Versicherung AG, vertr. d. d. Vorstand, VHV-Platz 1, 30177 Hannover,

Beklagte,

hat das Amtsgericht Köln im vereinfachten Verfahren gemäß § 495a ZPO ohne mündliche Verhandlung am 21.01.2016 durch die Richterin am Amtsgericht W ...

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