Möchten SIE nach Unfall schwerverletzt in Auto ohne Hilfe und allenfalls Handyfoto-Opfer sein?

von Liz Collet

Die Chance, dass Ihnen jemand zu Hilfe kommt, wenn Sie ersichtlich verletzt und blutend in einem bereits leicht qualmendem Auto zu sehen sind, das gegen einen Baum gefahren scheint, liegt nach einem Test bei 1:10 selbst dann, wenn dies an einer von Fussgängern und Autofahrern frequentierten Strasse geschieht.

Die Chance, dass Menschen dann ihr Handy nicht zücken, das sie oft genug eh schon in der Hand haben, um Hilfe zu rufen, sondern allenfalls ein Foto machen, das man click & like -heischend in social media posten kann, ist ungleich höher. Das ist das Fazit dieses Videobeitrages.

Achtsamkeit auf das, was um sie herum geschieht und Bereitschaft, sich nicht – auf Sehen und Weitergehen angesprochen – mit fadenscheinigen Ausreden herauszuwinden, sondern

  • im Zweifel an ein Fahrzeug heranzutreten,
  • den Verletzten anzusprechen, ob er Hilfe braucht,
  • festzustellen, ob er überhaupt bei Bewusstsein ist,
  • einen Notruf abzusetzen, ihm herauszuhelfen
  • oder wenn man selbst nicht sicher ist, ob man ihn bewegen darf auch andere Passanten oder den Gesprächspartner am anderen Ende des Notrufs zu fragen,
  • andere Passanten heranzurufen und um Mithilfe zu bitten,
  • ein Unfallopfer aus einem qualmendem Fahrzeug im Zweifel erst mal herauszuholen,

schwindet.

Sätze wie „Da sass ja einer drin, der wird sich schon um das rauchende Fahrzeug kümmern“, wenn eben jener Mensch im Auto unverkennbar blutend und verletzt aussieht, sind hohnsprechende soziale Gleichgültigkeit, die im Ernstfall Leben kosten kann und dann nicht ohne Grund auch strafrechtliche Konsequenzen haben müsste ...

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