Galerievertrag: Was gibt es zu beachten oder Der Galerist und der Künstler

Galerievertrag: Was gibt es zu beachten oder Der Galerist und der Künstler

Galerien wirken als Vermittler zwischen kunstinteressierten Käufern auf der einen und Künstlern auf der anderen Seite.

Im Idealfall ergibt sich hieraus eine „Win-win-Situation“, die es dem Künstler ermöglicht, einen Käufer- und Sammlerkreis zu erschließen und der Galerie,

durch Förderung häufig noch unbekannter Künstler und deren Vermarktung, interessante Geschäfte abzuschließen.

Vertragsart und Vertragsbestandteile

Galerieverträge regeln die Rechte und Pflichten der Galerie und des Künstlers zu Ausstellungen der Werke des Künstlers und deren Vermarktung. Geregelt wird die Höhe der Provision der Galerie, für den Fall des Verkaufs eines Werkes. Dieser liegt je nach Vereinbarung zwischen 30-50%.

Daneben werden die Modalitäten der Kostentragung für Ausstellungen, Transport, Versicherungen und Werbung im Vorfeld, sowie der Rückgabe oder in Kommisionnahme im Nachhinein der Ausstellung geregelt.

Wesentliche Bestandteile von Galerieverträgen sind in aller Regel

  • Verpflichtungen über Werbemaßnahmen seitens der Galerie, wie z. B. Einladungen, Plakate, Anzeigen in Print- und Onlinemedien sowie Presseerklärungen u. ä. und,
  • die Einräumung des Rechts zur Reproduktion einzelner Werke des Künstlers zur Durchführung diese Werbe- Maßnahmen. Geregelt wird darüber hinaus die Vorgehensweise beim Verkauf eines Werkes, bei dem häufig ein zuvor fixierter Mindestpreis nicht unterschritten werden darf. Der Galerist kann die Werke im Namen des Künstlers veräußern, wodurch dieser Vertragspartner wird. In der Praxis häufiger anzutreffen ist jedoch das Kommissionsgeschäft ...
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