Dauerbrenner Überstunden

von Harald Schwarz

Das Thema Über­stun­den birgt seit je­her ein er­heb­li­ches Konflikt- und Streit­po­ten­tial. Der Ar­beit­ge­ber ist in der Re­gel darin in­ter­es­siert, auf die Ar­beits­leis­tung sei­ner Mit­ar­bei­ter auch über die nor­ma­len Ar­beits­zei­ten hin­aus zu­grei­fen zu kön­nen, wenn be­son­dere be­trieb­li­che Si­tua­tio­nen, z.B. Ter­min­druck, dies er­for­dern. Um­ge­kehrt wol­len die Ar­beit­neh­mer un­vor­her­seh­bare Ein­griffe in ihre Frei­zeit­ge­stal­tung und ihr Fa­mi­li­en­le­ben mög­lichst ver­mei­den. In ei­nem gut funk­tio­nie­ren­den Ar­beits­ver­hält­nis ist ein an­ge­mes­se­ner Aus­gleich die­ser bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen in der Re­gel kein Pro­blem.

Schwie­rig sind die Fälle, in de­nen es keine kla­ren Ver­ein­ba­run­gen und Spiel­re­geln über die Ab­leis­tung und Ver­gü­tung von Über­stun­den gibt. Häu­fig ist fest­zu­stel­len, dass im Falle der Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses, ins­be­son­dere auf ar­beit­ge­ber­sei­tige Ver­an­las­sung, rück­wir­kend bis zur Ver­jäh­rungs­grenze ein fi­nan­zi­el­ler Aus­gleich für ge­leis­tete, bis dort­hin aber noch nicht ver­gü­tete Über­stun­den ge­for­dert wird.

Die An­for­de­run­gen, die die Ar­beits­ge­richte an die Dar­le­gung und den Nach­weis der Be­rech­ti­gung sol­cher For­de­run­gen stel­len, sind hoch. Häu­fig schei­tern sol­che Pro­zesse zu Las­ten der Ar­beit­neh­mer, weil die Ab­leis­tung der Über­stun­den nicht hin­rei­chend do­ku­men­tiert und die An­ord­nung oder Ge­neh­mi­gung durch den Ar­beit­ge­ber nicht be­wie­sen wer­den kann ...

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