Langeweile in der Arbeit – Mann fordert 358.000 € Schadensersatz

von Stephan Weinberger

Frédéric Desnard behauptet, er sei vier Jahre im Büro gesessen, ohne mit wirklichen Arbeitsaufgaben betraut gewesen zu sein. Sein Arbeitgeber habe ihn absichtlich zum Faulsein gezwungen, davon sei er krank geworden. Nun hat Desnard Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Interparfum in Paris auf Schadenersatz in Höhe von 358.000 Euro erhoben.

Es herrschte ein Zustand permanenter Unterforderung, das habe ihn zerstört, so Desnard. Die Folge seien Depressionen, Magengeschwüre und ein epileptischen Anfall gewesen: „Es war ein Abstieg in die Hölle, ich habe als Mensch nicht mehr existiert“. Es ist anerkannt, dass neben Stress auch Langeweile im Übermaß krank machen kann. Durch ständige Unterforderung und das Fehlen von Erfolgserlebnissen kommt es zum Bore-out. Bei einem solch gezielten Verhalten des Arbeitgebers -zum Beispiel das Zuteilen vollkommen sinnloser Aufgaben – kann man von Mobbing sprechen.

Bei der Pariser Firma Interparfum sei er jahrelang für alles Mögliche zuständig gewesen, gab er gegenüber der Zeitung „Le Monde“ an. Von einfachen Hausmeistertätigkeiten wie das Wechseln von Glühlampen bis hin zur Überwachung von Verträgen und Reisekosten, habe er alles gemacht ...

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