Wenn Fiffi beißt: Hundebiss als Arbeitsunfall?

von Thorsten Blaufelder

Mai 4

Betreut jemand regelmäßig den Hund eines Bekannten, stellt ein dabei erlittener Hundebiss keinen Arbeitsunfall dar. Da die Hundebetreuung typischerweise nicht von Arbeitnehmern oder arbeitnehmerähnlichen Personen übernommen wird, muss die Berufsgenossenschaft den Unfall nicht entschädigen, entschied das Hessische Landessozialgericht (LSG) in einem am Dienstag, 03.05.2016 bekanntgegebenen Urteil (AZ: L 3 U 171/13). Die Tätigkeit sei vielmehr als selbstständige Dienstleistung anzusehen, die nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht, heißt es weiter in dem Urteil vom 12.04.2016.

Geklagt hatte eine Frau aus dem Raum Frankfurt am Main, die während der Ferien den Hund einer bekannten Familie betreut hatte. Die Frau hatte in der Vergangenheit selbst einen Vierbeiner gehabt und kümmerte sich daher gerne regelmäßig um das Tier. Sie nahm ihn im Juli 2006 dazu mit nach Hause, ging Gassi, fütterte den Hund und spielte mit ihm.

Doch beim Spielen sprang das Tier unvermittelt auf und biss der Frau ins Gesicht und Hals. Der Sohn hatte danach den Hund wegsperren können und wurde dabei ebenfalls gebissen ...

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