Muss man seine Schulden vererben?

In den letzten Jahren hat die Alters­armut zugenommen. Für immer mehr Menschen reicht die Rente nicht zum Leben. Auch unvorher­gesehene Schicksals­schläge können der Auslöser dafür sein, dass nicht genügend Einkünfte erzielt werden, um die Ausgaben zu decken.

Meist kommt bei Überschuldung irgend­wann die Frage auf: Muss man seine Schulden vererben oder kann man seine Kinder oder andere Erben vor dem Schulden­berg bewahren?


Schulden vererben vermeiden

Es gibt durch den soge­nannten Erb­verzicht die Möglichkeit, zu Leb­zeiten des Ver­erbenden (rechtlich wird dieser Erb­lasser genannt) mit berech­tigten Erben eine Verein­barung zu treffen, dass auf das Erbe verzichtet wird - von Rechts wegen werden diese im Erb­fall dann so behandelt, als würden sie zu diesem Zeit­punkt nicht leben. Ein solcher Erb­verzicht muss jedoch notariell beur­kundet werden, um gültig zu sein.

Ist der Erblasser verstorben und besteht kein oder nur ein ungültiges Testament, tritt die gesetzliche Erb­folge des BGB (Bürger­liches Gesetz­buch) in Kraft. Grundsätzlich kann innerhalb von 6 Wochen ein Erbe ausge­schlagen werden. Das ist in den meisten Fällen zu empfehlen, wenn es sich um einen Fall handelt, wo die Schulden wesentlich höher sind als das Vermögen. Der erste in der Erb­folge (in der Regel Ehe- oder Lebens­partner oder Kinder des Ver­storbenen) kann innerhalb von 6 Wochen persönlich beim Erb­gericht oder über einen Notar das Erbe aus­schlagen ...

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