Strafanzeige gegen Polizeibeamten aufgrund eines Videos aus dem Internet

Rechtsindex - Recht & Urteile Strafanzeige gegen Polizeibeamten aufgrund eines Videos aus dem Internet Die Polizeibeamten holten einen 12-Jährigen Jungen aufgrund eines familiengerichtlichen Beschlusses aus einer Wohnung bei Kaiserlautern. Der Junge wollte nicht mitgehen, wehrte sich und die Situation eskalierte. Angeblich hat ein Polizeibeamter den Jungen getreten. Im Internet tauchte ein Video auf und es wurde Anzeige erstattet. Was ist geschehen? Wie die Webseite news.de berichtet ist auf dem Video immer wieder ist das Gebrülle des Jungen zu hören: "Ah, meine Hand, du Penner", ruft er einem der Polizisten zu. "Hör auf mich zu beißen", entgegnet dieser ihm, "lass mein Bein los". Dann sieht man wie der Polizist mit seinem anderen Bein ausholt. Ob er den Jungen wirklich trifft, ist im Video nicht zu sehen.

Hintergrund der Aktion war, dass das Amtsgericht Kaiserslautern Teile der elterlichen Sorge für den 12-jährigen Jungen dem StadtJugendamt Kaiserslautern übertragen hat. Übertragen wurde insbesondere das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Der Junge sollte in einer Einrichtung untergebracht werden.

Der Gerichtsbeschluss sprach auch aus, dass unmittelbarer Zwang angewendet werden und das Jugendamt polizeiliche Ordnungskräfte, falls erforderlich, hinzuziehen könne. Bei der Vollstreckung des Beschlusses wurden zwei Polizeibeamte hinzugezogen. Da der Junge nicht freiwillig mit seinem neuen Amtsvormund mitkam, wurde Zwang angewendet. Der mittels Handy teilweise gefilmte Vorgang erschien kurz darauf im Internet. Bei der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ging eine Strafanzeige ein, die auf diesen Film Bezug nimmt und den Polizeibeamten gefährliche Körperverletzung vorwirft. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat geprüft anhand des Films und der vorhandenen Unterlagen, ob Ermittlungen einzuleiten sind ...

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