Mann am Herd

von Dr. Johannes Kalb

In dem Fall vor dem Bun­des­ge­richts­hof, Ur­teil vom 10. Mai 2011, Az : VI ZR 196/10, nahm der Feu­er­ver­si­che­rer des Haus­ei­gen­tü­mers den Woh­nungs­mie­ter we­gen ei­nes von die­sem ver­ur­sach­ten Brand­scha­dens in Re­gress, § 86 VVG.

Fol­gen­der Sach­ver­halt lag zu Grunde:

„Der Be­klagte be­wohnte eine Dach­ge­schoss­woh­nung, in die er am 3. Fe­bruar 2007 ge­gen 4:00 Uhr zu­rück­kehrte. Er wollte sich auf dem Kü­chen­herd in ei­nem Koch­topf mit Frit­tier­ein­satz Kar­tof­fel­röll­chen zu be­rei­ten und er­hitzte dazu Fett. Als die­ses ge­schmol­zen und warm war, gab er die tief­ge­fro­re­nen Kar­tof­fel­röll­chen hin­ein. So­dann ver­ließ er die Kü­che und be­gab sich ins Wohn­zim­mer. Wäh­rend er dort war, er­hitzte sich das im Topf be­find­li­che Fett so stark, dass es sich ent­zün­dete. Der Brand er­griff die Kü­chen­zeile und den De­cken­be­reich. Von dort brei­tete sich das Feuer auf den Dach­stuhl aus und er­fasste schließ­lich das ge­samte Haus.“

Der Feu­er­ver­si­che­rer hielt die Brand­ver­ur­sa­chung für grob fahr­läs­sig. Der Brand­scha­den musste in Höhe von 145.689,77 € von der Ver­si­che­rung re­gu­liert wer­den. Für diese Summe sollte der Woh­nungs­mie­ter im Wege des Re­gres­ses haf­ten.

Ein Re­gress­an­spruch des Ver­si­che­rers be­steht grund­sätz­lich nur, wenn der Scha­den vor­sätz­lich oder grob fahr­läs­sig her­bei­ge­führt wurde ...

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