Keine Vergewaltigung bei Oralsex mit bewusstloser Betrunkener

von Andreas Stephan

Eine 16-Jährige aus dem US-Bundesstaat Oklahoma beschuldigte einen 17-Jährigen, mit ihr Oralsex gehabt zu haben, als sie bewusstlos war, weil sie zuviel Alkohol getrunken hatte. Die Tat sei ohne ihr Einverständnis erfolgt. Doch das Verfahren wurde eingestellt. In Oklahoma sei das nicht illegal.

Die 16-Jährige war mit dem 16-Jährigen gemeinsam auf einer Feier in einem Park und so betrunken, dass der Junge ihr anbot, sie nach Hause zu fahren. Dort angekommen soll es dann zu dem sexuellen Kontakt gekommen sein. Dabei soll das Mädchen bewusstlos gewesen sein und danach mit einer Blutalkoholkonzentration von 3,4 Promille ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Bei der Behandlung fand man DNA-Spuren des Jungen an ihrem Mund und an einem Bein. Der Junge sagte als Beschuldigter aus, der Oralsex sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Das Mädchen sagte, sie könne sich jedenfalls nicht daran erinnern, zugestimmt zu haben.

Daraufhin wurde der 17-Jährige im April 2015 wegen Vergewaltigung sowie „erzwungener oraler Sodomie“ angeklagt. Drei Monate später lies man den ersten Anklagepunkt, die Vergewaltigung, fallen. Im November 2015 folgte dann auch die Einstellung des zweiten Anklagepunkts, der „erzwungenen oralen Sodomie“. Die Staatsanwaltschaft legte dagegen Berufung ein, die jetzt abgewiesen wurde.

Das Berufungsgericht begründete die Entscheidung in erster Linie damit, dass im „Erzwungene-Sodomie-Gesetz“ von Oklahoma nicht aufgelistet sei, dass man Oralsex nicht mit Betrunkenen haben dürfe ...

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