Ungarn treibt Förderung der Elektrofahrzeuge voran

von Martin Wodraschke

27. April 2016

eMobilität International

Seit Jahren wird in Deutschland diskutiert, ob und auf welche Weise Elektrofahrzeuge gefördert werden sollen. Ungarn ist einen kleinen Schritt weiter.

In Deutschland sollen bis zum Jahre 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße kommen. Es wird immer schwieriger, das von der deutschen Regierung sich selbst gesetzte Ziel zu erreichen.

Auch in Ungarn sind heute nur sehr wenige Elektrofahrzeuge zugelassen. Grund dafür sind unter anderem die im Vergleich zu den konventionellen Fahrzeugen hohen Anschaffungskosten. Aber auch die Ladeinfrastruktur ist nur sehr schlecht ausgebaut und im Grunde nur auf die Hauptstadt Budapest beschränkt.

Kostenfrei parken und breites Angebot an Ladesäulen

Die ungarische Regierung hat sich im Rahmen eines gesonderten Entwicklungsplans, dem sogenannten „Jedlik Ányos Plan“, entschieden, insbesondere Elektrofahrzeuge auf die Weise zu fördern, indem diese seit dem 1. Januar 2016 im gesamten Stadtgebiet von Budapest kostenfrei parken dürfen. In einer separaten Durchführungsverordnung wird die Anzahl an Parkplätzen festgelegt, die der Einzelhandel mit einer Ladeinfrastruktur ausstatten muss.

Bis 2019 müssen alle gebührenpflichtigen Parkplätze eine Mindestanzahl an Lademöglichkeiten bereitstellen. Damit soll gesichert werden, dass ein ausreichendes Netz von Ladesäulen errichtet wird.

Ferner werden mit den neuen Vorschriften bürokratische Hürden für neue Projekte abgebaut und deren Umsetzung beschleunigt.

Im Folgenden werden die zum 1. Januar 2016 eingeführten neuen Regelungen im Einzelnen dargestellt.

Genehmigungspflicht nur bei Gewinnerzielungsabsicht

Ein Änderungsgesetz zum ungarischen Energiegesetz (Gesetz Nr. 86 aus 2007 über die elektrische Energie) hat eine Legaldefinition für „Elektrofahrzeuge“, das “Laden von Elektrofahrzeugen“ und den “Betreiber der Ladesäulen“ eingeführt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK