Bedinger Tötungsvorsatz – und die objektive Gefährlichkeit der Tathandlung

Die auf der Grundlage der dem Täter bekannten Umstände zu bestimmende objektive Gefährlichkeit der Tathandlung ist ein wesentlicher Indikator für das Vorliegen eines bedingten Vorsatzes1.

Dass der Täter von seinem Opfer abgelassen hat, als dieser noch Lebenszeichen von sich gab, bedingt keine Verneinung des Wissenselements des Vorsatzes. Ob sich das Opfer zu diesem Zeitpunkt für den Angeklagten erkennbar in einem lebensbedrohlichen Zustand befand, ist für die Beurteilung des Wissenselementes des bedingten Vorsatzes ohne Bedeutung. Maßgebend ist vielmehr, ob der Angeklagte bei der Tatausführung die Möglichkeit eines tödlichen Ausgangs erkannt hat ...

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