Kampf um Kunstfreiheit findet auch in Halle (Saale) statt

Während intensiv darüber diskutiert wird, ob sich Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten noch auf Kunstfreiheit berufen kann oder sich schon strafbar gemacht hat, wird in Halle (Saale) seit Monaten bereits vor Gericht um die Kunstfreiheit gefochten.

Die Künstlerin Julia Wegat war zunächst vor dem Amtsgericht verklagt worden, 2 von ihr gemalte Bilder nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen zu dürfen. Mit Urteil vom 19.11.2015 (Az. 104 C 1142/15) wurde der Klage für 1 Bild stattgegeben. Am 04.05.2016 verhandelt nun das Landgericht über ihre Berufung. Sie will erreichen, dass sie weiterhin beide Bilder zeigen darf.

Julia Wegat, Schülerin des Österreichischen Hyperrealisten Gottfried Helnwein und Absolventin der Kunstakademie München, hat bisher mit mehreren Projekten auf sich aufmerksam gemacht: So das mit einem bayerischen Staatstipendium ausgezeichnete „Totenprojekt“ und die mehrfach ausgezeichnete Arbeit SPIT; fremde heimat mit Migranten der dritten Generation. Zur Zeit steht auch ihr Projekt asylum aus 2005, wegen der aktuellen Brisanz wieder im Fokus des Interesses. Seit dem -noch nicht rechtskräftigen - Verbot ihres Bildes malt sie nicht mehr ...

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