Frauen zu alt – Mann verklagt Partnerbörse

von Andreas Stephan

Ein 79-jähriger Österreicher war von den angebotenen Diensten einer Partnerbörse enttäuscht. Er hatte 7200 Euro für die Nennung von 6 konkreten Partnervorschlägen innerhalb von 12 Monaten bezahlt, wobei die Damen seinem Anforderungsprofil entsprechen sollten, das er in einem Fragebogen zuvor erläuterte. Einerseits behauptete er, zu wenig Vorschläge erhalten zu haben. Andererseits seien ihm die vorgeschlagenen Damen zu alt gewesen. Daher verklagte er die Partnerbörse auf Rückzahlung des gesamten Honorars.

Der 79-Jährige behauptete vor Gericht, er habe gegenüber der Partnervermittlung explizit ein Foto einer 30-jährigen Frau vorgezeigt, als Vorlage, wie er sich eine Partnerin vorstellt. Daraufhin wurden ihm angeblich in 12 Monaten lediglich eine 50 und eine 67 Jahre alte Frau vorgeschlagen. Darauf angesprochen, erklärte ein Vertreter der Partnervermittlung vor Gericht, dass man den Wunsch des 79-Jährigen nach einer 30-40 Jahre alten Partnerin für einen Witz gehalten habe. Außerdem habe der Kunde in einem Vertrag unterschrieben, dass die ihm genannten Partnerinnen bis zu 72 Jahre alt sein dürfen, die Haarfarbe keine Rolle spiele und es egal sei, ob diese rauchen oder nicht. Den Vorwurf, zu wenig Vorschläge gemacht zu haben, wies man zurück. Dennoch bestand der 79-Jährige vor Gericht darauf, seine 7200 Euro zurück zu bekommen.

Das Bezirks- und Landesgericht Linz waren jeweils der Ansicht, dass die Partnervermittlung ihre Pflichten erfüllt habe ...

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