Fälle von Romance Scamming nehmen immer weiter zu

von Dr. Sascha Böttner

In Singlebörsen werden sowohl Männer als auch Frauen immer öfters Opfer von Romance Scammern.

Die Zahl an Betrugsfällen im Internet steigt seit Jahren an. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Taten zu Lasten von Versandhäusern oder um unbezahlte Bestellungen bei eBay. Eine besonders perfide Form des Internetbetrugs ist nämlich das sogenannte „Romance Scamming oder auch „Love Scamming“ “ (von „to scam“, betrügen). Es handelt sich bei den Tätern um die moderne Version der „Heiratsschwindler“.

Wie läuft Romance Scamming ab?

Beim Romance Scam werden gefälschte Profile in Singlebörsen eingestellt. Meist handelt es sich um Profile mit besonders attraktiven Fotos und prestigeträchtige Berufen wie Arzt oder Ingenieur. Von diesen Profilen aus werden potentielle Opfer angeschrieben. Ziel ist es bei der anderen Person das Gefühl der Verliebtheit herbeizuführen. Die Täter erhoffen sich dadurch an finanzielle Zuwendungen zu gelangen. Die Urheber sind meist organisierte Banden mit Sitz in Westafrika oder Osteuropa. Dabei können Männer wie Frauen gleichermaßen Opfer dieser Masche werden. Die Gruppierungen aus Nigeria und Ghana haben sich primär auf Frauen ab 40 Jahren spezialisiert. Die osteuropäischen Banden zielen dagegen eher auf Männer ab. In der Regel findet der Betrug in mehreren Schritten statt. Als erstes erfolgt eine spontane Kontaktaufnahme auf einer Singlebörse oder in einer Dating-App. Zum Teil erfolgt die Kontaktaufnahme aber auch in normalen sozialen Netzwerken wie Facebook. Es folgen umfangreiche Mails, Chats und zum Teil sogar Gespräche mittels Telefon oder Skype. In diesen ersten Gesprächen geht es fast nie bereits um Geld oder der Bitte um finanzielle Hilfe, sondern ausschließlich darum, Gefühle aufzubauen und sich so unverzichtbar für das tägliche Leben des Opfers zu machen. In der nächsten Phase wird meist ein Treffen vereinbart ...

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