Medizinische Notwendigkeit von IMRT-Bestrahlungen

von Dr. Florian Wölk

Medizinische Notwendigkeit von IMRT-Bestrahlungen von Dr. Florian Wölk am 25. April 2016, Rubrik: Abrechnungsstreitigkeiten

Aktuell werden in einer Vielzahl von Behandlungsfällen durch die Landeskrankenhilfe VVaG die Erstattung der Kosten für sog. intensitätsmodulierte Strahlentherapien (IMRT) abgelehnt.

Bei diesem neuen Verfahren in der Strahlentherapie handelt es sich um eine Weiterentwicklung des herkömmlichen 3D-konformalen Bestrahlungsverfahren. Die Medizin verspricht sich dieser Weiterentwicklung eine genauere Bestrahlung der Zielgebiete unter größtmöglicher Schonung gesunder Nachbarstrukturen, womit die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert werden sollen.

Da die Durchführung der aufwendigen IMRT-Bestrahlungen mit deutlich mehr Kosten verbunden ist und die Behandlung in der GOÄ von 1996 noch nicht abgebildet ist, haben die Berufsverbände der Strahlentherapeuten mit den Verbänden der privaten Krankenversicherung lange über die Vergütung der Behandlung gestritten. Nach dem eine Einigung nicht erreicht werden konnte, hat die Bundesärztekammer am 18.02.2011 Abrechnungsempfehlungen für die IMRT-Behandlungen verabschiedet, welche die Abrechnung der GOÄ-Ziffer 5855 A als Komplexziffer für die IMRT-Behandlungen pro Fraktion vorsehen. Mittlerweile ist diese Abrechnung auch überwiegend akzeptiert. In einigen von unserer Kanzlei betreuten Verfahren ist die Abrechnung der GOÄ-Ziffer 5855 A mittlerweile auch durch rechtskräftige gerichtliche Entscheidungen bestätigt worden (vgl. etwa LG Stuttgart, Urteil vom 12.08.2014 – 15 O 73/13 – und vom 27.03.2015 – 15 O 74/12 -) ...

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