Sicherer Schulweg?

von Daniela Windelband

Vielleicht bin ich ja doch schon alt. Zugegeben, das ist immer eine Frage des Standpunkts, aber eigentlich dachte ich, dass ich bei vielen technischen Neuerungen mitziehe und diese häufig als Bereicherung meines eigenen Lebens empfinde. Aber was so mache „Errungenschaft“ mit unserer Gesellschaft macht, und dass viele das anscheinend auch unreflektiert toll finden, erschüttert mich.

Um was es geht?

Um Überwachung! Um die kleine tagtägliche Überwachung von Schutzbefohlenen. Im Januar diesen Jahres berichtete ich unter dem Titel „Die Vernetzung der Welt“ unter anderem über erste Feldversuche in den USA, bei denen Fußgänger und Radfahrer mit Handys, die ständig die aktuelle Position per Funk bekanntgeben, ausgestattet wurden. Empfänger dieser über einen Kurzstreckenfunk wie WLANp versendeten Position sind Autofahrer. Hehres Ziel der Kommunikation zwischen Autos und Fußgängern oder Radfahren, Vehicle-to-X Technologie (V2X) genannt, ist der Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer. Neben der reinen Funkfunktion sollten die Transponder zukünftig auch über Sensorfunktionalitäten wie z.B. Bewegungs- und Beschleunigungssensorik verfügen, die am Ende den wahrscheinlichen Weg des Fußgängers berechnet und den Autofahrer warnt bzw. eine automatische Vollbremsung einleitet, denn manchmal reicht die menschliche Reaktionszeit eben nicht aus, die der Maschine schon. Nun, im April und gerade einmal 4 Monate nach diesem Bericht, wurde die „Initiative Schutzranzen“ mit dem durch die Huk-Coburg Versicherungsgruppe und der Zeitschrift Auto, Motor und Sport ins Leben gerufenen Sicherheitspreis „auto motor und sport mobility & safety Award“ ausgezeichnet.

„Schutzranzen“ ist eine App, die die Position von Schulkindern per Smartphone oder GPS Tracker bestimmt, verschlüsselt und an eine Cloud sendet ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK