Meinungsfreiheit – Theo Zwanziger gegen Katar: Krebsgeschwür des Weltfußballs

von Kai Jüdemann

Meinungsfreiheit – Theo Zwanziger gegen Katar: Krebsgeschwür des Weltfußballs

Noch nie wurde zu den Themen Schmähkritik, Formalbeleidigung und freie Meinungsäußerung so viel diskutiert wie in den vergangenen Wochen. Nicht nur der Fall Böhmermann sorgt für Aufsehen. Auch der ehemalige DFB-Chef Dr. T. Zwanziger hat mit seiner Äußerung zu Katar als „Krebsgeschwür des Weltfußballs“ die Diskussion angeheizt!

Was ist passiert?

Der ehemalige DFB-Chef Dr. Theo Zwanziger hatte sich über die Qatar Football Association (QFA) unter anderem wie folgt geäußert: „Ich habe immer klar gesagt, dass Katar ein Krebsgeschwür des Weltfußballs ist.“ Gegen diese Äußerung ging die QFA gerichtlich vor.

Die Entscheidung

Das Landgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 19.04.2016 (Az. 6 O 226/15) die Äußerung zwar als Beleidigung eingestuft. Diese sei aber noch von der Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG gedeckt.

Grundsätzlich kann die Bezeichnung „Krebsgeschwür“ eine strafrechtlich relevante Beleidigung (§ 185 StGB) sein. Mit dem Vergleich werde die QFA einer tödlichen Krankheit gleichgestellt, die mit aller Macht zu bekämpfen sei. Das sei in höchstem Maße herabwürdigend und für die QFA absolut schädlich.

Gleichwohl stehe der QFA aber kein Unterlassungsanspruch zu, da sich Zwanziger noch im Rahmen der Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG bewegt ...

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