Finanzgericht Köln: Scheidungskosten bleiben steuerlich absetzbar

Finanzgericht Köln: Scheidungskosten bleiben steuerlich absetzbar FG Köln, Urteil vom 13.01.2016 – 14 K 1861/15

Es besteht Streit über die Frage, ob Kosten des Ehescheidungsverfahrens steuerlich als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden können. Mit dieser Frage hat sich das Finanzgericht Köln in einem Urteil befasst.

Der Fall

Die Klägerin machte in Ihrer Einkommensteuererklärung rund 2.500€ Rechtsanwaltskosten und Gerichtsgebühren als Scheidungskosten geltend. Das Finanzamt lehnte es unter Berufung auf die Neufassung des § 33 Abs.2 Satz 4 EStG ab, die Kosten als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen. Hiergegen erhob die Klägerin vor dem Finanzgericht Köln Klage.

Die Entscheidung

Die Klage hatte Erfolg. Die bei einer Scheidung entstehenden Rechtsanwaltskosten und Gerichtsgebühren stellten - so das Finanzgericht - außergewöhnliche Belastungen der Klägerin dar. Sie seien keine Prozesskosten i.S.d. § 33 Abs.2 Satz 4 EStG und bei der Einkommenssteuerberechnung somit zu berücksichtigen ...

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