Mit Anstrichen gegen Schimmelpilz im Innenraum - Was Anti-Schimmelanstriche wirklich können

Immer wieder zur Herbstzeit tauchen am Werbehimmel vollmundige Versprechungen auf, die sowohl Verarbeitern als auch Verbrauchern, die ultimative Lösung von Schimmelpilzproblemen in Innenräumen mit speziellen Anstrichmitteln anpreisen. Es wird häufig erklärt, dass mit Verwendung dieser Farben der Schimmelpilz nachhaltig beseitigt oder vermieden werden kann. In der Regel wird darauf verwiesen, dass die schimmelpilzvermeidende Wirkung nun definitiv durch Labor- oder Praxistests nachgewiesen wäre. Beim genaueren Hinschauen oder Nachfragen stellt man fest, dass diese Darstellungen doch nicht immer in vollem Umfang zutreffen. Deshalb sollen hier exemplarisch drei typische Produktgruppen beleuchtet werden. Zuvor möchte ich jedoch in Kürze die Wachstumsbedingungen für Schimmelpilze zusammenfassen:

1. Für die Entwicklung von Schimmelpilzen ist die Existenz von entsprechenden Sporen erforderlich. Schimmelpilzsporen unterschiedlicher Art sind sowohl im Innenraum, als auch im Außenbereich, allgegenwärtig. Damit sich daraus Schimmelpilze entwickeln können, müssen nachfolgend benannte Rahmenbedingungen erfüllt werden.

2. Als Grundlage für ein Schimmelpilzwachstum wird ein sogenanntes Substrat, welches Nährstoffe (in Form von organischen Kohlenstoffverbindungen, z.B. Zucker, Zellulose, Lignin und außerdem auch Salze sowie Stickstoffquellen) enthält, benötigt. Diese Nährstoffe kommen u. a. auch in Anstrichen, Tapeten und Putz vor und sind somit praktisch in der einen oder anderen Form in jedem Innenraum vorhanden.

3. Der optimale Temperaturbereich für Pilzwachstum liegt zwischen 20°C und 35°C. Es ist jedoch auch Wachstum über und weit unter diesem Temperaturbereich möglich. Auch in dieser Hinsicht erfüllen Innenräume die erforderlichen Bedingungen.

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