So mancher Anwalt träumt von einem Stundenhonorar iHv 450,- Euro….

von Liz Collet

………..und so mancher verdient solche und bisweilen gar höhere.

Je nach Art der Tätigkeiten und Mandate und der Rechtsgebiete und -fragen durchaus möglich.

Ob der Kläger des folgenden Verfahrens anwaltlich vertreten war, entzieht sich der Kenntnis aus den Informationen zu dem Fall, die mir vom Gericht vorliegen.

Falls ja, darf man sich durchaus und jenen Anwalt auch fragen, was ihn erstens annehmen liess, dass sein Mandant für dessen Tätigkeit ein so hohes Stundenhonorar für begründet hielt und zweitens, was er dann selbst für die eigenen anwaltliche Tätigkeit für ein Honorar für angemessen und berechtigt gehalten haben muss.

Jedenfalls wenn er keinen geringeren Stundensatz verdienen will für seine juristische Tätigkeit als der Mandant für die eines Hausmeisters.

Der gesunde Menschenverstand müsste einem sagen können, dass ein Hausmeister kaum mehr verdienen kann als derjenige, der ihm juristisch helfen soll und muss, seinen (vermeintlich) noch offenen Stundenlohn durchzusetzen.

Mag sein, dass man für manche eigentlich üblicherweise nicht hochdotierte Jobs bei manchen Arbeitgebern besser bezahlt wird, denen daran gelegen ist, mit geringer Personalfluktuation auch das Risiko der Plauderfreudigkeit entlassener oder weiterziehender ehemaliger Mitarbeiter etwas zu reduzieren, das mittels vertraglicher Vertraulichkeits- und Verschwiegenheitsklauseln eigentlich ohnehin begrenzbar und begrenzt ist. Aber selbst bei Royals darf man annehmen, dass Hausmeister keine 450 Euro pro Stunde Lohn erhalten. Bei anderen Promis sollte daher auch jedem Hausmeister klar sein, dass er keine derart schwindelerregenden Stundensätze angeboten oder vertraglich vereinbart erhalten kann ...

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