Gütertrennung vereinbaren statt Zugewinn

  1. Der gesetzliche Regelfall: Zugewinngemeinschaft
  2. Gütertrennung vereinbaren: Das Gegenmodell
  3. Vorteile der Gütertrennung
  4. Nachteile der Gütertrennung
  5. Modifizierte Zugewinngemeinschaft
  6. Fazit
  7. Praxistipp
1. Der Regelfall: Zugewinngemeinschaft

Die Zugewinngemeinschaft (§ 1363 des Bürgerlichen Gesetzbuches – BGB) stellt den gesetzlichen Regelfall des ehelichen Güterstands, also der Vermögensverhältnisse zwischen den Eheleuten, dar. Kommt es zur Scheidung, muss der unterschiedliche Vermögenszuwachs der beiden Eheleute seit Bestehen der Ehe ausgeglichen werden, der sog. Zugewinnausgleich wird berechnet. In der Zugewinngemeinschaft während der Ehe bleiben die Vermögen (eigentlich: der Vermögenszuwachs) der beiden Eheleute grundsätzlich getrennt. Haben die Eheleute während der Ehe unterschiedlich viel erwirtschaftet, muss der Ehepartner, der „mehr“ erwirtschaftet hat, eine Ausgleichszahlung in Höhe der Hälfte des Mehrgewinns leisten. Je länger die Ehe Bestand hatte, desto höher sind solche Zahlungsverpflichtungen – bisweilen kommen Summen von mehreren 10.000 Euro zusammen.

2. Gütertrennung vereinbaren: Das Gegenmodell

Die Zugewinngemeinschaft wird oft als ungerecht empfunden – vor allem für den ausgleichpflichtigen Ehepartner. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Ehepartner Selbstständiger bzw. Unternehmer ist und in der Ehe Alleinverdiener ist oder gewesen ist. Als „Gegenentwurf“ existiert das Modell der Gütertrennung. Die Gütertrennung muss zwischen den Eheleuten explizit vereinbart werden, z.B. durch einen Ehevertrag. Ansonsten kommt der Güterstand der Zugewinngemeinschaft zur Anwendung. Die Gütertrennung ist die Idee einer „echten“ Trennung der Vermögen der beiden Eheleute während und nach der Ehe – es findet also kein Zugewinnausgleich zum Ende der Ehe statt ...

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