Reichsbürger fährt Polizisten um

von Stephan Weinberger

Die Gefahr für Vertreter des Staates, von Reichsbürgern nicht nur verbal, sondern auch tätlich angegriffen zu werden, scheint zu steigen. Über einen aktuellen Fall einer eskalierten Verkehrskontrolle berichtet das Polizeipräsidium Rostock. Darüber hinaus plant derzeit aufgrund negativer Erfahrungen mit den Reichsbürgern das Finanzministerium in Brandenburg, die Büros der Mitarbeiter in den Finanzämtern mit einem „Alarmknopf“ am PC auszustatten, falls eine Eskalation durch unerwünschte Besucher droht.

Geschwindigkeitskontrollen sind in der Regel Routinekontrollen für die erfahrenen Beamten der Verkehrspolizei. Die Zahl der Kontrollen, bei deren Beamten auf sog. Reichsbürger treffen, nimmt – sofern man die Pressemeldungen hierzu verfolgt – leider zu. Neben verbalen Attacken und (erfolglosen) Versuchen, die Beamten von der Nichtexistenz der Bundesrepublik Deutschland und/oder deren Gesetze zu überzeugen, kommt es leider mittlerweile häufiger auch zu tätlichen Auseinandersetzungen.

Polizeihauptkommissar Nico Findeklee vom Polizeipräsidium Rostock berichtet über einen solchen Fall, den die Beamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Dummerstorf erlebten:

„Am 10.04.2016 gegen 00:30 Uhr kam es in Rostock in der Hamburger Straße Höhe Einmündung zum Braesigplatz zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Verbindung mit einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 55-jährigen Polizeibeamten des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Dummerstorf. Der 32-jährige Tatverdächtige behinderte nach einer von ihm begangenen Ordnungswidrigkeit die Messbeamten des AVPR Dummerstorf bei der Durchführung einer Geschwindigkeitskontrolle ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK