Die gemeinschaftliche elterliche Sorge der nicht verheirateten Eltern

Die gemeinsame elterliche Sorge für ein gemeinsames Kind von nicht verheirateten Elternteilen ist anzuordnen, wenn dies nicht gegen das Kindeswohl spricht. So entschied das OLG Brandenburg mit Entscheidung v. 09.02.2016 (AZ: 13 UF 185/15).

Der Fall:

Der Antragssteller und die Antragsgegnerin sind Eltern eines gemeinsamen Kindes, das 2014 geboren wurde. Die Eltern lebten zusammen, aber trennten sich bereits vor der Geburt des Kindes. Der Vater des Kindes stellte den Antrag, die elterliche Sorge auf beide Elternteile zu übertragen. Dagegen wehrte sich die Kindesmutter. Sie trug vor, dass der Vater von Beginn an wenig Interesse an dem Kind zeigte. Er habe den Kindesumgang sehr forsch eingefordert. Die Kommunikation würde durch das dominante und fordernde Auftreten des Vaters belastet. Weiterhin trug die Mutter vor, der Vater würde an Entscheidungen, die das Kind beträfen, nicht teilhaben wollen.

Bereits das Amtsgericht Nauen hat in erster Instanz (Entscheidung v. 26.08.2015 – AZ: 23 F 102/15) nach Anhörung beider Elternteile und einer Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamtes dem Antrag des Vaters stattgegeben ...

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