Zechprellerei im Hotel- Sicherheit durch Ausweiskopien?

von Daniela Windelband

Leider ist es immer noch keine Seltenheit, dass Hoteliers beim Einchecken eine Kopie des Personalausweises bzw. des Reisepasses anfertigen. Vor allem, wenn das Zimmer nicht im Voraus bezahlt wurde und wohlmöglich auch ohne Reservierung bezogen werden soll.

Das ist aber eindeutig unzulässig!

Auch wenn die, regelmäßig von den Hoteliers vorgebrachten, Gründe an sich nachvollziehbar erscheinen. So möchten diese mit der Kopie des Ausweisdokuments die Meldedaten überprüfen, Schadensfälle – Stichwort Vandalismus – leichter verfolgen und Zechpreller abschrecken.

Da keine Rechtsnorm die Kopie des Ausweises für Hotel- oder sonstige Herbergsübernachtungen erlaubt, berufen sich die Hoteliers regelmäßig auf die Einwilligung des Gastes. Allerdings ist diese nur bedingt freiwillig, da ihm ohne diese die Übernachtung nicht gewährt würde. Zum anderen sind alle Personalausweise und Reisepässe Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und diese müsste genau genommen ebenfalls der Kopie zustimmen. Wie wir bereits in einem früheren Beitrag dargestellt haben, darf der neue elektronische Personalausweis auch nicht kopiert werden, da auf diesem eine Berechtigungsnummer abgedruckt ist, die grundsätzlich nur dem Ausweisinhaber bekannt sein soll (Regierungsbegründung zum PAuswG: BT-Drs. 16/10489, S. 40 zu § 14) ...

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