Der juristische Vorbereitungsdienst im Überblick – (am Beispiel NRW) Teil I

Der juristische Vorbereitungsdienst im Überblick – (am Beispiel NRW) Teil I

Mit Bestehen des Staatsexamens erlangt der ehemalige Student die grundsätzliche Zulassungsvoraussetzung für den juristischen Vorbereitungsdient (kurz Referendariat). Vor diesem Hintergrund ist auch die Bezeichnung des 1.Staatsexamens als Referendarsexamen zu verstehen. Nach dem 2. Staatsexamen (Assessorexamen) darf sich der Referendar dann fortan Rechtsassessor nennen. Bis dahin müssen jedoch verschiedene Ausbildungsetappen gemeistert werden. Diese sollen hier von der ersten Antragstellung hin bis zu den einzelnen Stationen und ihren Gestaltungsmöglichkeiten beleuchtet werden.

I Rahmenbedingungen und Ablauf

  1. Antragstellung und Zuständigkeit

Zur Einberufung zum juristischen Vorbereitungsdienst bedarf es eines Antrages bei dem zuständigen OLG.

Die Gerichtsbezirke in NRW sind:

  • das OLG Köln (für Aachen, Bonn und Köln)
  • das OLG Düsseldorf (für Düsseldorf, Duisburg, Kleve, Krefeld, Gladbach und Wuppertal)
  • das OLG Hamm (für Arnsberg, Bielefeld, Bochum, Detmold, Dortmund, Essen, Hagen, Münster, Paderborn und Siegen).

Die Antragstellung ist frühestens ein Jahr vor dem gewünschten Einberufungstermin möglich. Die Wartezeit zwischen Einberufungsantrag und der Einberufung selbst liegt, je nach Gerichtsbezirk, zwischen 2 und 4 Monaten. Die längste Wartezeit hat Köln mit ca. 4 Monaten. Die Einstellungen finden jeweils zu bestimmen Stichmonaten des Jahres statt. In NRW besteht aufgrund der hohen Anzahl an Uniabsolventen die Besonderheit, dass dort Einstellungen monatlich erfolgen können.

  1. Beihilfe zum Unterhalt

Zur finanziellen Absicherung erhalten Rechtsreferendarinnen oder Rechtsreferendare in NRW eine Unterhaltsbeihilfe, die aus einem monatlichen Grundbetrag und gegebenenfalls einem Familienzuschlag besteht ...

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