Unter der Bezeichnung “Panama Papers” berichtete unter anderem die Süddeutsche Zeitung am Sonntag und Montag dieser Woche über einen 2,6 Terabyte großen Datensatz bestehend aus über 11,5 Millionen Dokumenten zu 214.000 Briefkastenfirmen, die aus einer Datenbank der panamaischen Kanzlei Mossack Mehr...

von Arno Lampmann

Unter der Bezeichnung “Panama Papers” berichtete unter anderem die Süddeutsche Zeitung am Sonntag und Montag dieser Woche über einen 2,6 Terabyte großen Datensatz bestehend aus über 11,5 Millionen Dokumenten zu 214.000 Briefkastenfirmen, die aus einer Datenbank der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca entwendet, oder wie es in der Presse heisst, “geleakt” wurde.

Offenbar hatte ein Anonymus die Süddeutsche kontaktiert und angefragt, ob man Interesse an Informationen habe. Finanzielle Motive verfolge er nicht, er fürchte allerdings um sein Leben und bitte darum um entsprechende Rücksichtnahme und Sicherheit. Die Süddeutsche hatte Interesse und nahm das Angebot an.

Die Kanzlei, aus der die Daten stammen, beschäftigt sich vornehmlich mit der Gründung von so genannten Offshore-Gesellschaftern oder “Briefkastenfirmen”, mit deren Hilfe Finanztransaktionen steueroptimiert und/oder mit Hilfe von Treuhandkonstruktionen die Herkunft und die Inhaberschaft von Vermögen verschleiert werden können. Eine Briefkastenfirma ist für sich genommen nicht illegal, wird es aber dann, wenn damit Vermögen und Geschäfte vor dem heimischen Fiskus verborgen und Steuern zu hinterzogen werden sollen. Einen lesenswerten Einblick in die Welt der Offhore-Unternehmen geben die Kollegen von Rose & Partner hier.

Ein Konsortium aus rund 400 Journalisten von mehr als 100 Medienorganisationen in rund 80 Ländern recherchierten in den vergangenen zwölf Monaten in den Dokumenten. Veröffentlicht wurden bisher nur einzelne Rechercheergebnisse und Namen prominenter Betroffener.

Veröffentlicht wurden die Dokumente bisher nicht. Weshalb nicht?

Die undifferenzierte, vollständige Veröffentlichung der Dokument dürfte rechtswidrig sein. Auch wenn es sich dabei anscheinend um authentische Dokumente und damit um wahre Tatsachenbehauptungen handelt, ist deren Veröffentlichung nicht in jedem Fall erlaubt ...

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