Der Arbeitgeber zahlt nicht – was tun?

  1. Arbeitgeber mündlich zur Zahlung auffordern
  2. Schriftliche Mahnung mit Fristsetzung und Androhung
  3. Stundung oder Verzicht
  4. Darf man die Arbeit verweigern?
  5. Was ist bei einer Kündigung zu beachten?
  6. Lohn, Zinsen und Schadensersatz einklagen
  7. Fazit
  8. Praxistipp

Als Arbeitnehmer ist man auf die pünktliche Zahlung seines Gehalts angewiesen. Leider kann es trotzdem immer wieder vorkommen, dass der Arbeitgeber das Gehalt nicht zahlt und man selber in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Dabei gilt: Wer für einen Arbeitgeber tätig wird, muss hierfür auch gem. § 614 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) entlohnt werden. Bleiben Zahlungen aus, hat man als Arbeitnehmer viele praktische und rechtliche Möglichkeiten, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Die Grundlagen hierfür findet man insbesondere in dem Recht des Dienstvertrages ab den §§ 611 BGB, außerdem im eigenen Arbeits- und ggf. auch im Tarifvertrag.

Sind persönliche Gespräche und eine Mahnung nicht Erfolg versprechend, kann man nach einer gewissen Zeit die Arbeitsleistung verweigern und kündigen, ohne den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verlieren. Das Gehalt inklusive Schadensersatz kann man auch später noch vor Gericht einklagen.

1. Arbeitgeber mündlich zur Zahlung auffordern

Zuallererst gilt es, Ruhe zu bewahren. Nicht jede Verzögerung des Geldeingangs auf dem Konto bedeutet, dass die Firma kurz vor der Insolvenz steht. Oft stecken triviale Gründe dahinter – zum Beispiel Fehler in der Buchhaltung oder Feiertage.

Daher ist es als ratsam, etwa drei Tage abzuwartenund sich dann mündlich an den Chef zu wenden. Ein Arbeitsverhältnis basiert ja auch auf gegenseitigem Vertrauen. In dem Gespräch hat man die Möglichkeit, sich nach den Umständen der Verzögerung zu erkunden und die Zusicherung für einen realistischen Zahlungstermin einzuholen.

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