Moderner Unterschleif in der Führerscheinprüfung

von Stephan Weinberger

Durch die Umstellung auf die digitalen Theorieprüfungen kommt es bundesweit immer öfter zu zahlreichen Täuschungsversuchen mit moderner Ausrüstung. Gewappnet mit Mini-Kamera, Ohrhörer und Funk gibt es Unterstützung von betrügerischen Banden für die unsicheren Kandidaten bei ihrer theoretischen Führerschein-Prüfung. Auch in Passau hat sich jetzt ein solcher Fall des Unterschleifs nach Information der Zeitung „Am Sonntag“ zugetragen. Dort wurde der Prüfling auf frischer Tat erwischt.

Die Gründe, warum auf solche Methoden zurückgegriffen wird, sind vielfältig. Der häufigste Grund dürfte darin liegen, dass viele ausländische Prüflinge mit Sprachschwierigkeiten zu kämpfen haben, obgleich die theoretische Führerscheinprüfung in Deutschland in vielen verschiedenen Sprachen angeboten wird. Darüber hinaus verleitet auch privater Druck, den Führerschein unbedingt haben zu müssen, schnell dazu, sich betrügerisch durchzukämpfen.

Die Vorgehensweise in den Fällen gleicht sich dabei immer: Durch die Umstellung der Prüfungen von der Papierversion zur digitalen Version vor einigen Jahren, sind auch die Manipulationsversuche technischer geworden. In der Regel funktioniert es so, dass der Prüfling mit einer Minikamera ausgestattet ist (versteckt im Knopfloch, unterm Hemd oder an der Brille), sowie einem kleinen Sender, welcher die Aufnahmen aus dem Prüfungsraum nach draußen überträgt. Der bestimmungsgemäße Empfänger gibt Rückmeldung an einen Knopf im Ohr des Prüflings oder es wird sogar ein Elektroschocker, befestigt am Bein des Prüflings, eingesetzt. Wenn der Prüfling dann langsam mit der Maus über die richtige Antwortmöglichkeit fährt, erhält er mittels Elektroschock den richtigen Hinweis.

Pressesprecher Vincenzo Lucà vom TÜV Süd sind diese Fälle bekannt: „Leider lassen sich solche Fälle durch die kriminellen Energien solcher Personen nicht vermeiden ...

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