Herausforderung bei der Beschäftigung von Flüchtlingen

Flüchtlinge sollen leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. Die Digitalisierung des Asylverfahrens beschleunigt den Genehmigungsprozess.

In Deutschland leben zurzeit tausende Flüchtlinge – und damit eine Vielzahl potenzieller Praktikanten, Auszubildender und Arbeitnehmer. Im Kalenderjahr 2016 wurden in Deutschland laut einer Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge schon 117.392 Asylanträge (Erstanträge) gestellt.

Im Kontext einer möglichen Integration in den Arbeitsmarkt ergeben sich neben praktischen Herausforderungen auch rechtliche Fragestellungen. Unternehmen, die Menschen beschäftigen wollen, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder die auf Grundlage einer Duldungserlaubnis in Deutschland verweilen, müssen dabei besondere Anforderungen beachten.

Wohnverpflichtung

Asylbewerber und Geduldete müssen zunächst eine bestimmte Zeit in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen, sog. Wohnverpflichtung. Solange diese Wohnverpflichtung besteht, ist eine Erwerbstätigkeit grundsätzlich ausgeschlossen.

Die Höchstdauer dieser Wohnverpflichtung wurde durch das am 24. Oktober 2015 in Kraft getretene Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz von drei Monaten auf sechs Monate verlängert. Für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten gilt die Wohnverpflichtung sogar bis zum Abschluss des Asylverfahrens.

Die Liste der sicheren Herkunftsstaaten im Anhang des Asylgesetztes wurde durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz um Albanien, Kosovo und Montenegro erweitert. Im Rahmen des „Asylpakets II″ wurde beschlossen, dass in einem neuen Gesetz zudem die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien in die Liste mitaufgenommen werden sollen.

„1-Euro-Jobs″ und „Hospitation″ während Wohnverpflichtung möglich

Während der Wohnverpflichtung dürfen Asylbewerber lediglich „1-Euro-Jobs″ in der Erstaufnahmeeinrichtung selbst und ggf. auch bei anderen öffentlichen Einrichtungen nachgehen ...

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