Höherer Kraftstoffverbrauch als im Prospekt – Rücktritt vom Kaufvertrag?

von Detlef Burhoff

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Den Kraftstoffverbrauch haben wir bei unseren Pkws alle im Blick. Und die Höhe des Kraftstoffverbrauchs ist sicherlich auch ein Kaufargument für bzw. gegen einen bestimmten Pkw-Typ. Daher wird bei überhöhtem Kraftstoffverbrauch sensibel reagiert. So auch bei einem Neuwagengeschäft im Jahr 2009. Da hatte der Kläger einen beim (später beklagten) Autohaus aus Dortmund für 30.290 € gekauften Neuwagen Dodge Nitro SXT mit 2,8 l Dieselmotor geleast. Der dem Kauf zugrunde liegende Prospekt wies Verbrauchswerte von innerorts 11,7 l/100 km, außerorts 7,5 l/100 km und kombiniert 9,0 l/100 km aus, ermittelt nach „dem vorgeschriebenen Messverfahren (Richtlinie 80/1268/EWG)“. Nach der Übernahme des Fahrzeugs beanstandete der Kläger u.a. einen überhöhten Kraftstoffverbrauch und verlangte die Rückabwicklung des Kaufvertrages. Das LG Dortmund ließ die Verbrauchswerte auf der Grundlage des für das gekaufte Fahrzeug konkret ermittelten Rollwiderstandes durch einen Kfz-Sachverständigen ermitteln. Nach den vom SV getroffenen Feststellungen hatte die Klage dann Erfolg, weil die auf diese Weise ermittelten tatsächlichen Verbrauchswerte um mehr als 12% über den Prospektangaben lagen ...

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