Ohne Ursache keine Kostenübernahme

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit Urteil vom 23. Dezember 2014 (20 U 7/14) entschieden, dass private Krankenversicherer nicht die Kosten für eine Behandlung übernehmen müssen, deren Ursachen medizinisch nicht abgeklärt sind.

Der Kläger war bei der Beklagten privat krankenversichert. Als er an unspezifischen Rückenbeschwerden litt, unterzog er sich bei einem Arzt einer Injektions-, Infiltrations-, Akupunktur- und Reizbehandlung und reichte die Behandlungskosten bei seinem privaten Krankenversicherer zur Erstattung ein.

Der Krankenversicherer lehnte aber die Leistungsübernahme ab, da es an einem Nachweis der medizinischen Notwendigkeit für die Behandlungen fehle.

Das Kölner Landgericht und Oberlandesgericht hielten die Klage für unbegründet.

Die Richter stützten sich vor allem auf die Aussage eines medizinischen Sachverständigen, welcher festgestellt hatte, dass die unspezifischen Rückenbeschwerden, unter denen der Kläger seit Jahren litt, nie adäquat abgeklärt worden waren. Bislang waren auch heilende fachärztliche und rehabilitative Maßnahmen weder ausreichend fachgerecht versucht, noch dokumentiert worden ...

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