Rückkehr zur alten Rechtslage bei der Bilanzierung von Abschlagszahlungen in Werkverträgen

Das BMF rudert zurück: bei Werkverträgen kommt es nun wieder erst nach der Schlussrechnung des Auftrags zu einer Gewinnrealisierung.

Es gibt gute Neuigkeiten vom Bundesfinanzministerium (BMF): Mit BMF-Schreiben IV C 6 – S 2130/15/10001 vom 15. März 2016 wurde der viel kritisierte Erlass zur steuerlichen Gewinnermittlung von Abschlagszahlungen bei Werkverträgen (Schreiben vom 29.06.2015 – IV C 6 – S 2130/15/10001) aufgehoben.

Nunmehr hinfällig: Eine Abschlagszahlung sollte bei Werkverträgen sofort gewinnrealisierend berücksichtigt werden

In unserem Blog vom 3. August 2015 hatten wir von der Anweisung des BMF an die obersten Finanzbehörden der Länder berichtet. Bei Werkverträgen sollten grundsätzlich bereits Abschlagszahlungen für erbrachte Teilleistungen als Gewinnrealisierung zu betrachten und daher bilanziell gewinnerhöhend zu berücksichtigen sein.

Hintergrund dieser Sichtweise war ein Urteil des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 14.5.2014 – Az. VIII R 25/11) zu § 8 Abs. 2 HOAI in der Fassung von 1996, dessen Anwendungsbereich das BMF unter Berufung auf § 632a BGB auf alle Werkverträge, also insbesondere auch Bauleistungsverträge ausweitete.

Zwar hatte der Erlass für einen Übergangszeitraum eine Härtefallregelung zur Verteilung der Gewinne über mehrere Jahre vorgesehen. Der Erlass war aber gleichwohl auf erhebliche Kritik gestoßen. Die Neuregelungen führten zu in der Praxis kaum überwindbaren Abgrenzungsschwierigkeiten und erheblichem bürokratischem Aufwand ...

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