Gütertrennung – Das Aus für vermögensrechtliche Ansprüche?

Gütertrennung – Das Aus für vermögensrechtliche Ansprüche?

31März Veröffentlicht in Allgemein, Ehe, Scheidung, Trennung

mavil – Fotolia.com

Häufig besteht der vermögendere Partner vor Eheschließung auf dem Abschluß eines Ehevertrages, in dem die Gütertrennung vereinbart wird.

Wenn die Eheleute sich dann später trennen behält grundsätzlich jeder sein Vermögen.

Das kann jedoch in vielen Fällen zu äußerst ungerechten Ergebnissen führen.

Hierzu ein paar Beispiele:

Der Ehemann M gründet während der Ehe eine Schreinerei und die Ehefrau F übernimmt die komplette kaufmännische Seite, führt also die Büroarbeiten eigenständig durch. Beide sind sehr tüchtig und die Schreinerei floriert. Nach 15 Jahren hat die Schreinerei einen Verkehrswert von 200.000,-€. Nun trennt sich M von F. F arbeitet zwar nicht im Betrieb mit, gibt dem M aber aus ihrem Vermögen 50.000,€ als Startkapital zur Gründung des Betriebes. F gehört ein Grundstück, auf das die Eheleute ein Haus bauen wollen. M ist als Bauhandwerker vom Fach und baut das Haus überwiegend in Eigenleistung.

Die vereinbarte Gütertrennung führt im ersten Fall dazu, dass die F keinen Anspruch auf die von ihr mit aufgebaute Schreinerei hat und auch keinen finanziellen Ausgleich für ihre Leistung verlangen kann.

Im zweiten Fall hat die F wegen der Gütertrennung keinen Anspruch auf Rückzahlung des von ihr in den Betrieb des Mannes investiertes Vermögen.

Bei der dritten Fallkonstellation hat der M durch seine Tätigkeit allein das Vermögen der F vermehrt. Dieser gehört das Grundstück und damit auch das von ihm darauf gebaute Haus ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK