Schiffsfonds-Investment – Bundesgerichtshof entscheidet für Anleger

von Wolfgang Herfurtner

Schiffsfonds-Imvestment – Bundesgerichtshof entscheidet zum Anlegerschutz bei Schiffsfonds – Ein Privatanleger erhält Schadenersatz wegen Falschberatung nachdem er in einen Schiffsfonds investierte.

Der Bundesgerichtshof lehnte eine Nichtzulassungsbeschwerde der Privatbank M.M. Warburg & Co ab. Damit hat das muss die Bank einem Anleger Schadensersatz zuzüglich Zinsen zahlen, der von der Bank zu einem Schiffsfonds-Investment in Höhe von EURO 50.000,00 in eine Schiffsbeteiligung beraten wurde.

Mit dieser BGH-Entscheidung (XI ZR 542/14) ist nun das Urteil des Hamburger Landgerichts (Az. 302 O 356/2) rechtskräftig. Bereits das Oberlandesgericht hatte geurteilt, dass die Bank M.M. Warburg & Co fehlerhaft beraten habe und Schadensersatz leisten müsse. Insbesondere habe eine Provision in erheblichem Umfang erhalten und über die sog. Kick-back-Zahlung nicht aufgeklärt.

Schadensersatz wegen Falschberatung bei Schiffsfonds-Investment

M.M. Warburg & Co hatte die Falschberatung bestritten und vorgetragen, dass die Schadensersatzforderungen verjährt sei. Laut Bundesgerichtshof begann die dreijährige kenntnisabhängige Verjährungsfrist nicht bei Vertragsunterzeichnung zu laufen. Die Frist beginnt erst zu laufen, wenn der Beratene über die tatsächliche Höhe der Provision für die Bank informiert wird.

Schadenersatzansprüche geschlossenen Fonds

Die BGH-Entscheidung für alle Fälle maßgebend, bei denen über das Agio verhandelt wurde. Das bietet vielen der insgesamt ca. 280 ...

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