Seniorin zerreißt 18.500 Euro – Bundesbank muss Geld ersetzen

von Stephan Weinberger

Vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof wurde der Fall einer Frau (89) aus dem bayerischen Waldkraiburg verhandelt, die von der Deutschen Bundesbank den Umtausch beziehungsweise den Ersatz von Banknoten im Wert von 18.500,- € begehrt. Die Klägerin hatte die Banknoten selbst zerrissen.

Die Bundesbank weigerte sich, die Banknoten zu ersetzen, weil die Zerstörung vorsätzlich erfolgt sei. Demgegenüber wird von Seiten der Klägerin beziehungsweise ihres Prozessbevollmächtigten eingewandt, die damals bereits weit über 80-jährige Klägerin sei wegen Altersdemenz nicht in der Lage gewesen, die Tragweite ihres Handels einzuschätzen. Die genauen Umstände und Motive für die Zerstörung der Banknoten durch die Klägerin konnten auch in der mündlichen Verhandlung vom Gericht nicht geklärt werden. Angeblich vernichtete die geistig verwirrte Frau die Scheine aus Angst vor Einbrechern.

37 Scheine zu je 500 Euro zerschnippelte die Seniorin und packte sie in einen Gefrierbeutel, den sie im Eisfach versteckte. Nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) wird Geld bei vorsätzlicher Zerstörung nicht ersetzt. Die Enkelin der alten Dame hatte als Betreuerin das Verfahren angestrengt. Die Bundesbank äußerte sich durch ihren Vertreter dergestalt, dass aus ihrer Sicht keinerlei finanzielles Interesse an dem Fall besteht ...

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