Rechtskonforme Ostereiersuche – oder wie ein Generationenstreit vermieden werden kann

von Daniela Windelband

Ostern steht vor der Tür. Ähnlich wie Weihnachten in vielen Familien ein Fest, an dem man zusammenkommt, feiert, den Kindern beim Ostereiersuchen zuschaut , Fotos macht und die Netzgemeinde an dem schönen Fest und dem ach so süßen Nachwuchs teilhaben lässt. Doch Obacht! Dies könnte eventuell Schwierigkeiten mit sich bringen. Leider nimmt der Mitteilungswahn vieler Eltern immer mehr zu. Kinder werden in allen Lebenslagen fotografiert und die Bilder werden fast immer ohne die Einwilligung der Kinder bei Facebook, Snapchat etc. geshared. Werfen Sie doch einmal einen Blick auf Ihre WhatsApp Kontaktliste. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es dort Kontakte, die als Profilbild den Nachwuchs aufweisen.

Na und?

Eben nicht na und! In Deutschland hat ein jeder das Recht an seinem eigenen Bild, das heißt, ohne meine Einwilligung darf niemand ein Foto von mir machen bzw. dieses verbreiten (§22 Kunsturhebergesetz). Diese Norm ist abgeleitet aus dem grundgesetzlich verbrieften Allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Artikel 1 Absatz 1 i.V.m. Artikel 2 Absatz 1Grundgesetz). Dieses Recht unterscheidet jedoch nicht zwischen Minderjährigen und Volljährigen. Genau, auch der neugeborene Säugling hat ein Recht an seinem eigenen Bild. Natürlich kann er das noch nicht einfordern. Deshalb übernehmen das die Eltern ...

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