Mit Mr. Next auf Facebook

Die verheirateten Beteiligten haben sich im April 2014 getrennt. Sie zog zunächst zu ihren Eltern. Ende März 2015 ist sie zu ihrem neuen Lebenspartner verzogen. Das Scheidungsverfahren ist anhängig.

Sie begehrt Trennungsunterhalt.

Er meint, der Anspruch sei jedenfalls teilweise verwirkt.

Die Antragstellerin habe bereits zum Zeitpunkt der Trennung eine Beziehung zu ihrem jetzigen Lebenspartner gehabt. Seitdem habe sie mit ihm ihre gesamte Freizeit verbracht. Er habe auch an Familienfeiern teilgenommen und man sei gemeinsam in Urlaub gefahren. Dazu habe die Antragstellerin bereits im Mai 2014 in ihrem Facebook-Eintrag zwei Fotos von sich und dem Lebensgefährten eingestellt, die beide in inniger Vertrautheit zeigten. Das sei ein schwerwiegendes Fehlverhalten, weil es geeignet sei, den Antragsgegner in der Öffentlichkeit lächerlich zu machen.

Damit kam er vor dem AG Lemgo nicht durch.

Eine grobe Unbilligkeit von Unterhaltszahlungen gem. § 1579 Nr. 7 BGB

wegen eines offensichtlich schwerwiegenden Fehlverhaltens der Antragstellerin könne nach Abwägung aller Umstände nicht begründet werden.

Die Zuwendung zu einem neuen Partner - ob dies nun vor oder nach der Trennung erfolgt ist - reiche dazu nicht aus ...

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