Erben ohne Trauschein

Allgemein März 24th, 2016

Die „wilde Ehe“ ist längst nicht mehr wild. Das nichteheliche Zusammenleben gehört zu den alltäglichen Familienbildern. Im Erbrecht ist diese Lebenswirklichkeit noch nicht angekommen. Es gibt keine Absicherung für nichtverheiratete Paare. So bleibt es den Paaren überlassen, zu Lebzeiten Regelungen für die Situation zu treffen, wenn einer von ihnen stirbt.

Jeder kann ein Testament machen und den anderen Partner bedenken. Der einzig gemeinsame Weg ist jedoch der Erbvertrag. Unverheiratete Partner dürfen kein gemeinsames Testament aufsetzen.

Haben die Partner volljährige Kinder, können diese auch Vertragsparteien werden. Das kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn ein Familienunternehmen an die Kinder vererbt werden soll. Sämtliche Vereinbarungen im Erbvertrag sind für beide Seiten verbindlich. Diese Erbverträge werden vor einem Notar geschlossen und von diesem beurkundet. Dafür müssen beide Seiten anwesend sein. Beim Gespräch mit dem Notar überlegen die Partner, wie die Absicherung genau aussehen soll und was sie sich gegenseitig hinterlassen. Der Vertrag wird beim zuständigen Nachlassgericht amtlich verwahrt und beim zentralen Testamentsregister registriert ...

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