Stellenanzeige: „Frauen an die Macht!!“

Stellenanzeige mit der Überschrift „Frauen an die Macht!!“ begründet im konkreten Fall keinen Entschädigungsanspruch eines abgelehnten männlichen Bewerbers.

Nach der Entscheidung des Arbeitsgerichts Köln (Urteil vom 10.02.2016, Az. 9 Ca 4843/15) war der Arbeitgeber nicht verpflichtet, einem männlichen abgelehnten Bewerber eine Entschädigung zu zahlen, obwohl er eine Stellenanzeige mit der Überschrift „Frauen an die Macht!!“ geschaltet hatte.

Autohaus suchte Verkäuferin mit „Frauen an die Macht!!“-Stellenanzeige

Bei dem Arbeitgeber handelt es sich um ein Autohaus mit ausschließlich männlichen Verkäufern. Dieser hat eine Stellenanzeige mit folgender Überschrift veröffentlicht:

Frauen an die Macht!! Zur weiteren Verstärkung unseres Verkaufsteams suchen wir eine selbstbewusste, engagierte und erfolgshungrige Verkäuferin.

Auf diese Anzeige hin wurde dann auch tatsächlich eine Frau eingestellt. Der Kläger fühlte sich insofern als Mann benachteiligt und hat das Autohaus auf Zahlung einer Entschädigung verklagt.

Nach Auffassung des Arbeitsgerichts enthält die Stellenanzeige zwar einen Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot, da sie sich nur an Frauen richte. Da der Arbeitgeber aber dargelegt hatte, dass er das Ziel verfolge, seinen Kunden Verkaufsberater beider Geschlechter zur Verfügung zu stellen, hat das Arbeitsgericht die unterschiedliche Behandlung im vorliegenden Fall als ausnahmsweise zulässig erachtet ...

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