Datenschutz-Grundverordnung – besondere Kategorien personenbezogener Daten

von Jennifer Jähn

Der Datenschutz in Europa wird mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vereinheitlicht. In unserer Beitragsreihe stellen wir Ihnen die wichtigsten Änderungen vor, die in der ersten Jahreshälfte 2018 für alle verpflichtend werden.

Auch zukünftig werden bestimmte Datenarten, die in der DSGVO als Datenkategorien bezeichnet werden, gegenüber „generellen“ personenbezogenen Daten besonders geschützt sein. Ihre Verarbeitung wird an noch strengere Voraussetzungen geknüpft sein. Der folgende Beitrag dient dazu, aufzuzeigen, ob und inwiefern die normierten Anforderungen der DSGVO zur jetzigen Rechtslage abweichen und was Unternehmen zu beachten haben.

Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten

Der Blick in die jetzige Fassung der DSGVO verheißt nichts wirklich Gutes: Zwar gibt es eine Regelung zum Schutz bestimmter Datenkategorien. Die einzelnen Absätze wirken jedoch nicht nur bedeutend umfangreicher als die jetzigen Absätze 6 bis 9 von § 28 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), sondern insgesamt auch strenger und etwas unsystematisch.

Zukünftig finden sich die besonderen Kategorien personenbezogener Daten in Artikel 9 DSGVO wieder (hier). Folgende besondere Kategorien sind dabei erfasst:

  • rassische oder ethnische Herkunft,
  • politische Meinungen,
  • religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen,
  • Gewerkschaftszugehörigkeit,
  • genetische Daten,
  • biometrische Daten,
  • Gesundheitsdaten,
  • Sexualleben sowie sexuelle Ausrichtung.

Insofern sind nur drei weitere Datenkategorien hinzugekommen: die genetischen und biometrischen Daten sowie die sexuelle Ausrichtung. Den häufigsten Anwendungsfall werden wohl aber weiterhin die Gesundheitsdaten bilden.

Die Verarbeitung dieser besonderen Daten bleibt grundsätzlich verboten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK